WordPress 7.1 „Mary Lou“ bringt responsive Styles, Medien-Workflow und neue APIs
WordPress 7.1 „Mary Lou“ ist am 19. August 2026 erschienen. Das Release ehrt die Jazzpianistin, Arrangeurin und Komponistin Mary Lou Williams, deren Arbeit Swing, Bebop und Sacred Jazz verband. Sie spielte bereits mit sechs Jahren öffentlich und machte ihre Wohnung in Harlem in den 1940er Jahren zu einem Treffpunkt, an dem unter anderem Thelonious Monk, Dizzy Gillespie und Bud Powell Ideen austauschten und Bebop prägten. Ihre Musik findest du auf YouTube.
Das Release konzentriert sich auf Navigation im Adminbereich, Designsteuerung, Zusammenarbeit und den Ausbau des Editors. Responsive Styles, eine neue Medienbearbeitung, umfangreichere Notizen sowie neue Blöcke gehören zu den sichtbaren Änderungen. Entwickler erhalten zusätzlich neue öffentliche APIs und Optionen für Themes und Admin-Oberflächen.
WordPress 7.1 herunterladenResponsive Styles direkt im Site Editor
Du kannst Blöcke in WordPress 7.1 für unterschiedliche Bildschirmgrößen direkt im Site Editor gestalten. Dafür stehen die Global Styles und die Einstellungen einzelner Blöcke bereit, sodass du kein eigenes CSS schreiben musst. Während der Arbeit prüfst du Anpassungen in verschiedenen Viewport-Größen und baust Layouts, die sich an das Nutzungsverhalten auf unterschiedlichen Geräten anpassen.

Adminleiste in allen Editoren
Die WordPress-Adminleiste bleibt nun in sämtlichen Editoren sichtbar. Dadurch behältst du beim Wechsel zwischen Dashboard, Beitragseditor und Designwerkzeugen die Orientierung und erreichst vertraute Werkzeuge schnell. Kleine visuelle Anpassungen runden die Adminleiste zusätzlich ab.

Medien im eigenen Dialog bearbeiten
Der neue Medieneditor ersetzt das bisherige Zuschneiden direkt in der Oberfläche durch einen eigenen Dialog. Der bekannte Button „Zuschneiden“ führt weiterhin dorthin. In diesem Workflow kannst du Bilder frei oder mit festem Seitenverhältnis zuschneiden, horizontal und vertikal spiegeln, präzise oder einrastend drehen sowie Metadaten bearbeiten.

Inline-Notizen für die Zusammenarbeit
Notizen unterstützen Rich Text und Erwähnungen. Du formatierst sie fett, kursiv oder als Code, setzt Links und erwähnst Mitarbeitende mit @, um sie zu benachrichtigen. Damit formulierst du Feedback klarer und holst gezielt die richtigen Personen in eine Abstimmung.
Du kannst eine Notiz jetzt an einem bestimmten Textabschnitt hinterlassen, statt nur einen ganzen Block zu kommentieren. Mehrere Unterhaltungen dürfen parallel an demselben Block laufen. Längere Notizen lassen sich einklappen, damit der Rand im Editor übersichtlich bleibt.

Bildverarbeitung im Browser und weitere Formate
WordPress komprimiert, skaliert und erzeugt Vorschaubilder jetzt im Browser. Das senkt die Last auf dem Server, erzeugt kleinere Dateien und vermeidet PHP-Speichergrenzen oder Timeouts beim Upload. Technisch nutzt die Verarbeitung einen WebAssembly-Build von libvips.
Die Mediathek unterstützt außerdem AVIF, HEIC und HDR Gain Maps nativ. Damit verarbeitet WordPress Bildformate direkt, die moderne Kameras und Smartphones erzeugen.

Neue Blöcke und detailliertere Gestaltung
Playlists erstellen
Der neue Playlist-Block bündelt mehrere Audiospuren in einer Playlist. Optional zeigt eine Wellenform den Verlauf jeder Spur während der Wiedergabe an.

Breakpoints im Block-Theme festlegen
Block-Themes können eigene Breakpoints für Mobilgeräte und Tablets in theme.json definieren. Diese Werte überschreiben die Standardwerte für responsive Styles und die Sichtbarkeit von Blöcken.

Inhalte mit Tabs ordnen
Mit dem neuen Tabs-Block verteilst du zusammengehörige Inhalte auf Registerkarten. So zeigst du nicht alles zugleich an und hältst Seiten mit verwandten Informationen übersichtlich.

Eigene Icons registrieren
Du kannst die Icon-Bibliothek im Editor um eigene Sammlungen erweitern. Eigene Icons stehen dann neben der eingebauten Bibliothek im gesamten Editor zur Verfügung.

Interaktive Zustände für Buttons gestalten
Für Button-Blöcke legst du im Editor unterschiedliche Styles für hover, focus und active fest. Die Styles kannst du für einen einzelnen Button oder für alle Buttons setzen.

Einheitlicher Beitragseditor
Der Beitragseditor läuft jetzt für alle Themes vollständig in einem iframe und entspricht damit dem Site Editor. Die Bearbeitungsfläche ist von der WordPress-Adminoberfläche getrennt, sodass Admin-Styles nicht in deinen Inhalt eingreifen. Viewport-relative Einheiten und Media Queries zielen direkt auf die Bearbeitungsfläche, wodurch sich responsive Layouts beim Erstellen vorhersehbarer verhalten.
Werkzeuge für Entwickler
Die SVG Icon API ist jetzt öffentlich. Du registrierst eigene Icon-Sammlungen und einzelne Icons und verwendest sie im Editor über wp_register_icon_collection(), wp_register_icon() und wp_get_icon().
Die Abilities API erweitert die Infrastruktur aus WordPress 6.9 um einen filterbaren Ausführungslebenszyklus, eigene Validierung und gemeinsame Erkennung. Das erleichtert Integrationen und Automatisierungen auf WordPress-Basis, einschließlich KI-gestützter Werkzeuge.
Ein neues Design System schafft Grundlagen, um WordPress-Adminoberflächen zu thematisieren. Es deckt Farben, Rundungen und Cursor-Styles ab. Mit semantischen Design-Tokens und der React-Komponente ThemeProvider baust du konsistentere eigene Admin-Oberflächen, die sich dennoch wie WordPress anfühlen.
Theme-Autoren erhalten responsive Styles und Pseudo-State-Styles für hover, focus, focus-visible und active über theme.json. Neue Filter konfigurieren außerdem die DataViews- und DataForm-Oberflächen, welche die Ansichten für Seiten, Templates, Template-Teile und Patterns im Site Editor antreiben.
Barrierefreiheit im WordPress-Core
WordPress 7.1 verbessert die Barrierefreiheit im WordPress-Core und im Editor. Die neuen Funktionen wp_get_tooltip() und wp_get_toggletip() bringen zugängliche Tooltips in weitere Bereiche des Adminbereichs, darunter Beitrags-Metaboxen und den Login-Bildschirm.
Screenreader erhalten klarere Beschriftungen und eine besser vorhersehbare Navigation in Tabellen der Beitragslisten. Der Tabs- und der Playlist-Block sowie Verbesserungen bei Navigation und Interaktion im Editor ergänzen die Accessibility-Arbeit dieses Releases.
Weitere Performance-Verbesserungen
Eine optional aktivierbare Umwandlung von GIF in Video erzeugt typischerweise kleinere Dateien. Fortschrittsanzeigen beim Upload und automatische Wiederholungsversuche machen Uploads robuster, wenn die Verbindung abbricht.
Die Mediathek verwendet standardmäßig Infinite Scrolling. Jede Nutzerin und jeder Nutzer kann stattdessen wieder eine Paginierung aktivieren. Hosts und Website-Betreiber setzen außerdem die Vorgaben für spekulatives Laden über Umgebungsvariablen oder Konstanten und steuern damit das Prefetching von Seiten ohne eigenes Plugin.
WordPress 7.1 prüfen und gezielt einsetzen
Teste nach dem Update besonders responsive Layouts, Styles für Button-Zustände, Uploads großer Bilder und eigene Admin-Oberflächen. Wenn du Block-Themes entwickelst, prüfe deine theme.json-Konfiguration auf eigene Breakpoints und Pseudo-States. Für den vollständigen Überblick stehen die Release-Übersicht, die Release Notes und der Field Guide bereit; Learn WordPress bietet außerdem How-to-Videos, interaktive Workshops und Lektionen.
Referenzen / Quellen
Markus Weber
Senior-Entwickler, Spezialist für Datenbankoptimierung und Performance-Tuning. PostgreSQL und Redis sind meine Favoriten. Ich liebe es, komplexe Probleme in einfache Lösungen zu zerlegen.
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